Grundsteuer

Dezember 2018


Grundsteuer verfassungswidrig - und jetzt?

 

Das Bundesverfassungsgericht hat 2018 erklärt, dass die Ermittlungsbasis der Grundsteuer verfassungswidrig sei. Die Grundsteuer wird über den sogenannten Einheitswert festgesetzt, der im Jahr 1964 (Westdeutschland) bzw. 1935 (Ostdeutschland) ermittelt wurde. Das höchste Gericht forderte eine Neuregelung bis Ende 2019.

 

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) möchte die Grundsteuer nun offenbar künftig pro Wohnung berechnen lassen. Ein Konzept dazu soll Anfang Dezember 2018 vorgestellt werden. Was bedeutet das konkret?


Gerechtigkeit auf voller Linie - ist das tatsächlich so?

 

Künftig soll zumindest die Ermittlungsbasis für die Grundsteuer gerechter als aktuell sein, indem aktuelle Preisentwicklungen bei der Festsetzung des Einheitswerts berücksichtigt werden. Aktuell sind die Werte viel zu alt (1964 bzw. 1935) und somit fernab jeder Realität.

 

Die untenstehende Grafik zeigt das aktuelle Ungleichgewicht. Spätestens Ende 2019 wird sich dieses zugunsten des aktuellen Preisgefüges auf dem Immobilienmarkt gerechter darstellen. Bleibt nur abzuwarten, inwieweit die aktuelle Regierung sich zu einer flotten Entscheidung durchringt.